Paris – Roubaix « L’Enfer Du Nord » die Hölle des Nordens

Auch wenn die ursprüngliche Bezeichnung in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg – und der entsprechenden Verwüstung von Nordfrankreich durch den Krieg – geprägt wurde, beschreibt dies dennoch den Charakter dieses Eintagesklassiker sehr gut. Immer noch wird die Härte dieses Rennen durch die raue Streckenführung, die groben Kopfsteinpflasterabschnitte (Pavés) und von vielen Stürzen, sowie mögliche Wettereinflüße geprägt. Die Berichte vom – durch Wetterkapriolen zur Schlammschlacht gewordene – Rennen in 2021 nähren dieses Epos.

Wie auch in Flandern hatte ich an dem Tag nach meinen eigenen Rennen für die Amateure die Gelegenheit das Rennen der Profi’s zu sehen und zu fotografieren.

An einem der ersten, aber dennoch entscheidenden und einer der schwierigsten Pavès, im Wald von Arenberg (Trouée d’Arenberg) zerfällt das Feld schon in erste Gruppen, die dann den folgenden Rennverlauf bestimmen. Ich selbst hatte diesen Abschnitt vollkommen unterschätzt und direkt einen Platten innerhalb der ersten 500 Meter gehabt. Wenn wundert es, bei diesem Pflaster, mit teils Riesenlücken dazwischen und relativ spitzen Steinen.

Adrien Petit immer mit weit aufgerissenem Mund

In den Bildern und Gesichtern am viertletzten – ein Pavè mit der höchsten Schwierigkeitsstufe und Höhepunkt des Rennens – Carrefour de l’Arbre ist deutliches Leiden, Dreck, Blut aber auch Siegeswille zu sehen.

Der spätere Sieger Dylan van Baarle (NL) prescht als Erster in die Kurve des Pavè …
… und wird mit über eine Minute Rückstand vom belgischen Meister Wout van Aert und dem Schweizer und Europameister Stefan Küng gefolgt.
Cameron Wurf, Triathlet und Radprofi beim Team Ineos
The Ineos Grenadiers domestique and professional triathlete Cameron Wurf
Der Stolz und Schmerz des Briten Lewis Askey bei seinem Paris – Roubaix Debüt